In den Augusttagen des Jahres 1957 fanden sich eine kleine Anzahl musikbegeisterter Herren bzw. Jugendliche zusammen, um einen Spielmannszug zu gründen. Die Idee war in der Männerbereitschaft M5 des Roten Kreuzes vom ehemaligen Hüttenwerk Oberhausen aufgekommen. Von den Gründern ist nur noch Wilfried Wirth im Verein aktiv tätig.


Erste Instrumente wurden bei der Gründung vom Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Geprobt wurde im Mannschaftsraum des Hüttenwerkes Oberhausen. Da bei der Gründung nur eine kleine Anzahl der sich gemeldeten Personen ein Instrument beherrschte, wurde die erste Zeit kräftig geübt um auch mal an die Öffentlichkeit zu treten. So fand der 1. Auftritt des Spielmannszuges im Dezember 1957 in der Gaststätte „Fritz am Altmarkt“ statt. Da noch keine Uniform zur Verfügung stand, trat man mit schwarzer Hose, weißem Hemd und schwarzem Binder auf.


Das Rote Kreuz stellte Anfang 1958 für jeden Spieler eine Uniform zur Verfügung. Fortan trat der Verein zu Feierlichkeiten des Roten Kreuzes auf. Zu den Spielen und Proben kamen die Spieler damals mit Fahrrädern, Mopeds und Motorräder. Im September des Jahres 1958 hatte man eine kleine schlagkräftige Truppe, unter der Leitung des 1. Corpsführers Peter Dörnenburg, zusammen.

Zu seinem ersten Wettstreit in Wülfrath meldete der Spielmannszug sich in der C-Klasse an. Im Bühnenspiel errangen die Spielleute den dritten Preis, im Festzug sogar den zweiten und der Corpsführer errang den dritten Preis.


Vom 01.01. - 31.12.1959 leitete Alfons Längsfeld als 1. Corpsführer den Spielmannszug. In diesem Jahr trat der Verein bei sehr vielen Veranstaltungen auf. Im Oktober 1959 wurde der Spielmannszug nach Dattenberg (bei Linz a. Rh.) zu dem dortigen Winzerfest eingeladen.

Aufgrund dieser Verbindung kam es zu einer Einladung für einen Wettstreit des dort ansässigen Spielmannszuges. Man startete in der B - Klasse und belegte in der Wertung den 1. Platz und errang auch den Wanderpokal der Gemeinde Dattenberg. Die Schlagzeuger Ernst Dencklau (gr. Trommel/ früher Pauke genannt) und Reinhold Schierenbeck (Becken) errangen von allen gestarteten Schlagwerkern den 1. Preis. Im gleichen Jahr belegte man in Bad Honnef auf einem internationalen Wettstreit den 5. Platz in der B - Klasse.

Im Jahre 1961, nachdem man mittlerweile die Gaststätte „Löwenkamp“ zum Vereinslokal gewählt hatte, trennte man sich vom Roten Kreuz. Auf der Jahreshauptversammlung entschieden sich die Spieler für den neuen Namen: Spielmannszug „Blau-Weiß“ Oberhausen.

Der damalige Vereinswirt, Hans Löwenkamp, unterstützte den Spielmannszug finanziell beim Kauf der Instrumente. Von einigen Spielern wurde ein Kredit aufgenommen um so die neuen Uniformen zu bezahlen. Alle fünfzehn Spieler bezahlten ihre Uniform mit 20 DM monatlich ab. Am 1. Mai 1961 trat man in neuer Uniform wieder an die Öffentlichkeit. Ende des Jahres 1961 wechselt der Verein in das neue Vereinslokal „Rosa Groß“ über. Im alten Vereinslokal waren die Probenmöglichkeiten so beengt, dass man sich mit einer Garage begnügen musste. Dies war zwar im Sommer möglich, aber im Winter konnte dies von keinem Spieler über einen längeren Zeitraum abverlangt werden. Die Proben konnten im neuen Vereinslokal auf der Kegelbahn durchgeführt werden. Auf der Jahreshauptversammlung 1961 wurde Helmut Landgraf zum 1. Vorsitzenden gewählt


1962 verpflichtete der Schützenverein Alstaden 1959 den Spielmannszug für sein Schützenfest.

Da schon längere Zeit eine enge Bindung zwischen den beiden Vereinen bestand, traten die Mitglieder des Spielmannszuges dem Schützenverein bei. Auf dem Schützenfest 1962 holten die Spielleute sämtliche Pfänder beim Vogelschießen. Der große Zapfenstreich wurde auf diesem Schützenfest erstmals vom Corps in der Öffentlichkeit gespielt. Auf einem Wettstreit, Ostermontag in Dattenberg, errang der Spielmannszug den 1. Platz in der B-Klasse und die Schlagwerker belegten den 2. Rang. Ende 1962 feierte der Spielmannszug sein 5 jähriges Jubiläum im Vereinslokal. Der Schützenverein stiftete dem Verein aus diesem Anlass seine erste Standarte. Beim Jubiläumspokalspiel errang der Spielmannszug Duisburg-Beek den ersten Platz und den dafür ausgeschriebenen Wanderpokal.

Im Folgejahr 1963 besuchte man eine große Anzahl von Schützenfesten und nahm an mehreren Wettstreiten teil. Auf dem Wettstreit in Osterfeld belegte der Verein den 3. Platz in der B-Klasse und in Lirich den 2. Platz in der C-Klasse. Ende des Jahres trennte sich der Spielmannszug vom Schützenverein um selbstständig seine Entscheidungen zu treffen. Auf dem Jubiläum des Spielmannszuges Styrum errang man den 3. Preis in der B - Klasse sowie den 2. Preis in der Konzertklasse. Ende 1964 zog sich der Spielmannszug von den Wettstreiten zurück.


Anfang des Jahres 1965 konnte der damalige 1. Vorsitzende Günther Dörnenburg den Mitgliedern verkünden, dass der Spielmannszug völlig schuldenfrei sei. Der bis zu diesem Zeitpunkt amtierende 1. Corpsführer Peter Dörnenburg wurde zum Ehrencorpsführer ernannt und seine Stelle nahm Karl-Heinz Hillmann ein. Es wurde von den Spielern beschlossen, den Spielmannszug zur Eintragung beim Amtsgericht in Oberhausen anzumelden. Die dafür notwendigen Satzungen wurden von den Spielern ausgearbeitet.


Jugendliche Spieler die im Jahre 1966 aufgenommen wurden, konnte der Verein nur mit blauen Rollkragenpullovern ausrüsten, da die Mittel für eine Uniform nicht zur Verfügung standen.


Chronik / Spielmannszug Blau-Weiß Oberhausen 1957 e. V.


1957 - 1966


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