Chronik / Spielmannszug Blau-Weiß Oberhausen 1957 e. V.


1987 - 1996










Das Jahr 1987 stand im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums des Vereins. Bei diesem Jubiläum konnten neue Freundschaften geschlossen werden. Hervorzuheben sind hier der Spielmannszug Bad Oldesloe, der während des Jubiläums zwei Tage zu Gast war, sowie der Spielmannszug FFW Oberhausen/Eifel. Die Veranstaltungen die während des Vereinsjubiläums durchgeführt wurden, konnte man als gelungen betrachten. Mit den Wettstreiterfolgen im Jahre 1987 konnte der Verein ebenfalls sehr zufrieden sein. Die Spielleute belegten beim Wettstreit in Freienohl im Straßenspiel Platz 5, im Ehrenspiel Platz 4 und im Hauptehrenspiel Platz 2. Ferner belegte der Verein auf einem Wettstreit in Iserlohn den 2. Platz.







Einer der Höhepunkte des Jahres 1988 war die Veranstaltung eines großen bunten Abends in der Luise-Albertz-Halle in der Stadthalle Oberhausen. Dies wurde unter der Mitwirkung des Spielmannszuges „CONCORDIA“ 1908 Oberhausen durchgeführt.


Man hatte an diesem Abend so bekannte Künstler wie


„Ibo“ und die „Crazy Boys“ verpflichtet,


die ein Garant für einen gelungenen Abend waren.






Das Jahr 1988 war für den Verein ein großes Reisejahr und gleichzeitig auch eines der erfolgreichsten. Der Verein nahm erstmals am Bundesschützenumzug der „Historischen Schützenbruderschaften“ Deutschlands in Langenfeld teil. Auf Wettstreiten in Ibbenbüren und Haanrade (Niederlande) belegte der Verein jeweils den 3. Platz. Bei einem Wettstreit in Bettinghausen erspielte sich der Verein einen ausgezeichneten 4. Gesamtplatz, der sich aus zwei Spielen sowie dem Wertungsmarschieren zusammensetzte.




Eine der besten Platzierungen erreichte man in Oberhausen in der Eifel. Bei einer Konkurrenz von 17 Vereinen erreichte der Verein den 2. Platz


beim Saaleinmarsch und die beiden 1. Plätze beim Wertungsmarschieren und beim Saalspiel. Ein solch gutes Wettstreitergebnis hatte der Verein seit langem nicht mehr erreicht.





Die Fahrt zum Jubiläum des Spielmannszug Bad Oldesloe war ein Höhepunkt des Jahres 1989. Diese Fahrt war für alle Beteiligten ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergas. Denn was man dort gehört und gesehen hatte war für alle Hören- und Sehenswert.


Der 2. Reviertreff war, auf Grund der großen Teilnahme auswärtiger Vereine, wieder ein Erfolg für uns. Eine besondere Erwähnung soll die Neuanschaffung der Damenröcke finden. Diese Anschaffung war auf die Idee unserer Spielerinnen zurückzuführen, die auch die Kosten für die maßgeschneiderten Röcke getragen haben. Für die Gesamtheit der Spieler wurden zum Ablauf des Jahres einheitliche Westen angeschafft. Damit sollte das Erscheinungsbild des Vereins in der Öffentlichkeit weiter aufgewertet werden.

























Das Jahr 1990 fing erstaunlich ruhig an. Die Teilnahme am Rosenmontagszug in Vondern musste, aufgrund eines starken Sturms, kurz vor Zugbeginn, leider abgesagt werden. Alle anderen Züge konnten absolviert werden.




Am 1.Mai beteiligte sich der Spielmannszug am 2. IG-Konzert der Oberhausener Spielmannszüge zugunsten des Friedensdorfes Oberhausen. Als Reinerlös konnte dem Friedensdorf eine Summe von 560,--DM übergeben werden. In diesem Jahr kam es zu einem Treffen mit dem Spielmannszug Freital, der Partnerstadt Oberhausens. Es war bei diesem kurzen kennen lernen noch nicht möglich einen engeren Kontakt zu knöpfen. Dies sollte in absehbarer Zeit nachgeholt werden.





Der Bürgerring Alstaden hatte im August sein 40-jähriges Jubiläum. Hierfür organisierte der Spielmannszug ein Konzert mit befreundeten Spielmannszüge im Ruhrpark. Dazu gelang es zahlreiche bekannte Spielmannszüge wie z.B. den Jugendspielmannszug Benrath zu verpflichten.




Im August 1990 besuchte der Spielmannszug den Wettstreit in Oberhausen/Eifel. Unter siebzehn teilnehmenden Spielmannszügen errang man beim Festzug sowie im Standspiel jeweils den 1. Rang.




Der 1. Platz beim Festzug ist um so höher anzusiedeln, da wir als einziger Spielmannszug einen Corpsführer hatten der den Tambourstab mit beiden Händen trug. Bei der Schwenkung zur zweiten Kurve musste das Publikum erkennen, dass Spielmannsmusik nicht nur schön anzuhören ist, sondern auch sehr gefährlich sein kann. Denn unserem Corpsführer brach der Tambourstab durch. Ein neuer Tambourstab wurde dem Verein von den Schützen auf dem Schützenfest Holten gespendet.

















Erstmalig im Jahre 1991 wurden die Spielleute von einem Krieg tangiert. Der Golfkrieg war ausgebrochen. Die ersten Monate standen im Zeichen dieses Krieges, der dazu führte, dass die ersten Ausmärsche für den Schützenverein Lirich, sowie deren gesamtes Schützenfest 1991 abgesagt wurde. Finanziell härter traf den Spielmannszug die Entscheidung, dass die ganze Karnevalsession 1991 ausfiel. Das weitere Jahr sollte wohl ruhig ablaufen.




Aber mitten in der Ruhe traf den Verein eine weitere Härte. Der Verkauf des Vereinslokales stand plötzlich an. Das Problem Probenraum war aktuell, man musste sich nach einem neuen Probenraum umsehen. Nach mehreren Besichtigungen von Räumen und Gaststätten fand man einen Ort, an dem alle sich wohl fühlen konnten. Die Eheleute Wittkamp nahmen den Verein auf, so wechselte der Spielmannszug seinen Standort.



Zum Ende des Jahres fiel die letzte Entscheidung im Verein. Der Vorstand war übereingekommen den seit 12 Jahren bestehenden Vertrag mit dem Schützenverein St. Sebastianus Lirich, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht mehr zu verlängern. Dies wurde den Schützen bei der alljährlichen Aussprache im Dezember mitgeteilt.


Wieder ein Jubiläumsjahr für den Verein. Das Jahr 1992 verlief musikalisch noch ruhiger als das Jahr zuvor. Man nahm an den Karnevalszügen teil. Fuhr zu Wettstreiten, war musikalischer Begleiter und Gast des BSV Dormagen anlässlich seines 125-jährigen Bestehens und vieles mehr.




 Der Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die vereinsinterne Jubiläumsfeier in unserem Vereinslokal. Bei dieser Feier bekam der Spielmannszug eine neue Standarte gestiftet. Im abgelaufenen Jahr absolvierte der Verein 36 Auftritte.









Im Jahr 1993 spielte der Spielmannszug bei zwei Prunksitzungen in der Stadthalle Oberhausen. Diese brachten hervorragende Resonanzen in der Oberhausener Presse. Wie jedes Jahr nahm man an den Oberhausener Karnevalzügen teil.


Im laufenden Jahr fanden zahlreiche Ausmärsche statt. Auf den Wettstreit in Nepthen belegte man einen 6. Gesamtplatz in seiner Klasse.


Interne Probleme wurden auf Spielersitzungen und im Vorstand besprochen. Zwar glaubte man nicht, dass die Probleme endgültig gelöst seien, aber der richtige Weg schien eingeschlagen zu sein. Stein des Anstoßes war eine allgemeine Unzufriedenheit und wohl auch der Eindruck, dass der Verein seit Jahren wieder einmal am Ende seiner Weiterentwicklung angekommen sei. Dies sollte durch eine grundlegende Ausweitung und Überarbeitung des Repertoires verbunden und mit dem Einbau neuer Instrumente erreicht werden. Ferner wolle man in Zukunft auch Verträge abschließen, die über den Bereich von Schützenfesten, Umzügen und Ständchen hinausgehen.




Mit Kameradschaft und Harmonie zog der Verein in das Jahr 1994 ein. Er schien die Probleme vom vorigen Jahr gut gelöst zu haben. So sollte im laufenden Jahr die musikalische und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Vereins vorangetrieben werden. Die musikalischen Anstrengungen sollten in einem Konzert im Jahr 1995 enden. Da das Konzert Priorität hatte und viel zusätzlichen Proben- und Zeitaufwand forderte, war man seitens des Vorstandes und nach Rücksprache mit den Spielern übereingekommen, die Auftritte für das laufende Jahr so gering wie möglich zu halten. So verringerten sich die Ausmärsche auf 22, wobei das Ziel, weniger Auftritte fürs gleiche Geld, sich zu bestätigen schien. Der Spielmannszug gab seinen letzten Auftritt für das Jahr auf dem Oberhausener Weihnachtsmarkt am Friedensplatz. Dieser Auftritt dokumentierte gleichzeitig den Weg in eine neue musikalische Richtung.




Erste Erfolge der neuen musikalischen Ausrichtung stellten sich ein. Der Spielmannszug stand 1995 unter einem guten Stern. Für die Spielleute begann eine Reise in die Musikwelt. Die erste Reise ging zum Revierpark Vonderort. Dort gaben die Spielleute ihr erstes großes Konzert vor einem restlos gefüllten Saal des Freizeithauses.




Im April fuhr der Spielmannszug nach Neuseddin, in der Nähe von Potsdam. Dort bestritten die Musiker zum Festakt des Veranstalters FFW-Neuseddin, ihr zweites Konzert, das wiederum großen Anklang fand. Die Übernachtung in Neuseddin brachte für die Gemeinschaft der Spieler viel Freude und Spaß. Dies trug dazu bei, dass man wieder enger zusammen wuchs. So löste sich nach den vielen Anstrengungen der letzten Monate allmählich der Stress.




Ihre konzertante Reise führte sie weiter im Jahr zum Konzert im Juli bei der KAB St. Peter anlässlich deren 75-jährigen Bestehens, zum Konzert im September nach Dortmund, zum Konzert beim Oberhausener Cityfest im Oktober und letztlich zum Konzert im Abendprogramm beim Kreiskrönungsball OB/MH im Revierpark Vonderort.



















Unterstrichen wurden alle Auftritte mit einigen Sahnehäubchen. Denn die Fahrt in die Musikwelt führte nicht nur zu Konzerten sondern auch zu Wettstreiten. Erster Zielort war im Mai in Buldern. Beim dortigen Wettstreit errang man den 1. Platz, es folgte in Südlohn im Juni mit Platz.2, in Castrop Rauxel mit Platz.3 und schließlich in Dortmund im September mit Platz.5.


Alle Stationen wurden wie Zielbahnhöfe angefahren also sozusagen war der Spielmannszug ein Musikexpress. Das hieß selbstverständlich auch alle vorgeschriebenen Zielbahnhöfe anzufahren. Wie Schützenfeste, Martinzüge sowie viele andere Verpflichtungen. Zum Ende des Jahres konnte man mit Herrn Hermann-Josef Lorscheid einen erfahrenen Zugführer auf den Fahrstand holen, der nach Begutachtung des Zuges und der Materialbeschaffenheit ebenfalls zu der Meinung gelangte, dass der Verein auf dem richtigen Gleis sei und mit unserem Willen und seiner Hilfe noch viele Reiseziele erreichen könne.


Nachdem das Jahr 1995 so Ereignisreich war, sollte das Jahr 1996 entspannter werden. Es wurden alle vertraglichen Pflichten erfüllt, die für das laufende Jahr bestanden. Neuanschaffungen wurden auch gemacht. Ab sofort konnte man Sweatshirts in blau mit Aufdruck sowie Winterjacken in blau mit Vereinswappen tragen.




Zur Stärkung des Allgemeinwohls, fand Pfingsten für alle Interessierten eine Orientierungsrallye statt. Ferner wurde ein Jugendkegeln zur Förderung des jugendlichen Zusammenhalts organisiert und durchgeführt. Im dem Jahr fanden viele Jugendliche den Weg zu uns.





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